Jugendliche in einer Gruppendiskussion – Symbolbild zum Workshop Wir gegen die? – Workshop zur Radikalisierungsprävention

Wir gegen die? – Workshop zur Radikalisierungsprävention

Ein interaktives Planspiel zu Radikalisierung, Gruppendruck und Handlungsmöglichkeiten

Unser Workshop zur Radikalisierungsprävention für Schulen und Jugendgruppen ab Klasse 9 macht Gruppendynamiken und demokratische Handlungsmöglichkeiten erlebbar.

Wie schnell entsteht aus einem guten Anliegen ein Wir-gegen-die-Gefühl?

Im Planspiel „Projekt Zukunft“ setzt sich eine fiktive Schülerinitiative für mehr Mitbestimmung und eine modernere Schule ein. Sie möchte Lerninhalte mitgestalten und Themen wie digitale Lebenswelten und künstliche Intelligenz stärker im Unterricht verankern. Ein Anliegen, das verbindet – doch wie geht die Gruppe mit anderen Meinungen und Widerständen um?
Die Jugendlichen übernehmen unterschiedliche Rollen und erleben, wie Zugehörigkeit, Anerkennung und gemeinsame Ziele eine Gruppe stärken. Gleichzeitig erfahren sie, wie daraus Loyalitätsdruck, Feindbilder und Ausgrenzung entstehen können. Gemeinsam hinterfragen wir diese Entwicklungen und erkunden Möglichkeiten, demokratisch und solidarisch zu handeln.

Das aktive Erleben im geschützten Rahmen und die anschließende Reflexion unterstützen einen nachhaltigen Lernprozess: Die Jugendlichen verknüpfen ihre Entscheidungen im Spiel mit konkreten Handlungsmöglichkeiten für den Alltag.

Der Workshop auf einen Blick

Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene ab Klasse 9.

Gruppengröße: Maximal 25 Teilnehmende pro Workshop.

Dauer: Im Kompaktformat 3 Schulstunden (135 Minuten) pro Gruppe. Im Intensivformat 6 Schulstunden (270 Minuten) für eine Gruppe.

Buchungsformat: Ein vollständiger Workshoptag – mit zwei Gruppen nacheinander im Kompaktformat oder einer Gruppe im Intensivformat. Zwischen zwei Kompaktworkshops sind 20 Minuten Pause eingeplant.

Einsatzgebiet: Deutschlandweit.

An Schulen, in Jugendzentren, bei Bildungsträgern, in Unternehmen oder in anderen geeigneten Veranstaltungsräumen.

Methode: Interaktives Planspiel mit Rollenübernahme, angeleiteter Reflexion und Transfer in den Alltag.

Voraussetzungen: Idealerweise zwei nahe beieinander gelegene Räume mit Tischen und Stühlen. Keine Vorkenntnisse erforderlich; die Teilnehmenden benötigen lediglich Schreibmaterial.

So läuft das Planspiel ab

1. Vorbereitungsphase

Wir erläutern das Szenario, die Spielregeln und den geschützten pädagogischen Rahmen. Die Jugendlichen lernen ihre Rollen als Mitglieder der Schülerinitiative sowie als Vertreterinnen und Vertreter der Eltern- und Lehrerschaft kennen. Dabei machen sie sich mit unterschiedlichen Interessen, Motivationen und Ausgangshaltungen vertraut.

2. Spielphase

Die Initiative findet zusammen, entwickelt Ideen und begegnet anderen Perspektiven. Neue Informationen und Herausforderungen beeinflussen das Geschehen. Wie geht die Gruppe mit Widerspruch um? Wer gehört dazu, wer wird ausgeschlossen?

3. Reflexion & Transfer

Alle verlassen ihre Rollen bewusst. Gemeinsam betrachten wir das Erlebte: Was hat Zugehörigkeit gestärkt? Wann entstand Druck? Welche Entscheidungen haben etwas verändert?
Anschließend übertragen wir die Erfahrungen auf Schule, Alltag und digitale Räume. Wir erarbeiten Möglichkeiten, Grenzen zu setzen, Unterstützung zu suchen und sich gegen Ausgrenzung und Radikalisierung einzusetzen.

Wer gibt den Workshop?

Wir sind ein Team aus ausgebildeten Schauspielenden und Theaterpädagog*innen. Wir begleiten das Planspiel authentisch und werten das Erlebte gemeinsam mit den Jugendlichen aus. Dabei schaffen wir Raum für Perspektivwechsel, Widerspruch und gemeinsame Aushandlung.

Häufige Fragen

Nein. Das Planspiel knüpft an Erfahrungen mit Zugehörigkeit, unterschiedlichen Meinungen und gemeinsamen Entscheidungen an. Politisches Vorwissen oder Planspielerfahrung ist nicht erforderlich. Wir erläutern die Ausgangssituation und begleiten die Jugendlichen beim Einstieg in ihre Rollen.

Idealerweise stehen uns für die gesamte Workshop-Dauer zwei nahe beieinander gelegene Räume mit Tischen und Stühlen zur Verfügung. So können sowohl die Schülerinitiative als auch die Eltern- und Lehrerschaft interne Besprechungen führen und entscheiden, wie sie weiter vorgehen möchten. Die Räume sollten während des Workshops für unsere Arbeit reserviert sein.

Falls diese Voraussetzungen bei Ihnen nicht gegeben sind, besprechen wir die räumlichen Möglichkeiten vor der Buchung.

Das Kompaktformat umfasst 3 Schulstunden pro Gruppe. Vorbereitung, Spiel und Reflexion sind vollständig enthalten; wir konzentrieren uns auf zentrale Situationen. An einem Workshoptag nehmen zwei Gruppen nacheinander teil.

Im Intensivformat arbeitet eine Gruppe 6 Schulstunden mit uns. Dadurch steht mehr Zeit für Rolleninteraktion, unterschiedliche Entwicklungen und Perspektivwechsel sowie eine vertiefte Reflexion und den Transfer in den Alltag zur Verfügung.

Die erste Gruppe durchläuft zunächst den vollständigen Kompaktworkshop einschließlich Reflexion und Transfer. Danach sind 20 Minuten Pause für den Gruppenwechsel, die Vorbereitung der Räume und eine kurze Erholung der Workshop-Leitung eingeplant. Anschließend folgt der vollständige Workshop mit der zweiten Gruppe.

Für beide Workshops einschließlich der Wechselpause sind insgesamt 290 Minuten einzuplanen. Weitere Pausen und die genauen Anfangszeiten stimmen wir vorab mit Ihnen ab.

Das Intensivformat umfasst 270 Minuten Workshop-Zeit. Pausen planen wir zusätzlich mit Ihnen. Wenn es organisatorisch passt, können die Schülerinitiative und die Eltern- und Lehrerschaft während der Spielphase zeitversetzt pausieren. Dies ist optional; gemeinsame Pausen sind ebenfalls möglich.

Zu Beginn vereinbaren wir klare Regeln für einen respektvollen Umgang und erläutern Möglichkeiten zum Pausieren oder Aussteigen. Die Spielleitung begleitet das Geschehen aufmerksam und kann Entwicklungen anpassen oder unterbrechen.

Die Jugendlichen übernehmen fiktive Rollen. Persönliche Erfahrungen müssen nicht offengelegt werden. Nach dem bewussten Rollen-Ausstieg unterscheiden wir in der Auswertung ausdrücklich zwischen den Handlungen einer Figur und der persönlichen Haltung der Teilnehmenden.

Als Ankündigung eignet sich „Projekt Zukunft – ein interaktives Planspiel über Mitbestimmung und die Zukunft der Schule“. Bitte stellen Sie das Thema Radikalisierung vorab nicht in den Vordergrund. So können sich die Jugendlichen unvoreingenommen auf ihre Rollen und das Szenario einlassen. Die verantwortlichen pädagogischen Fachkräfte kennen Zielsetzung und Ablauf vorab.

Die Teilnehmenden benötigen lediglich Schreibmaterial. Rollen- und Ereigniskarten sowie alle weiteren Spielmaterialien bringen wir mit.

Ja. „Wir gegen die?“ ist deutschlandweit auch für Jugendzentren, Bildungsträger, Unternehmen und andere Einrichtungen buchbar, beispielsweise für Gruppen von Auszubildenden. Das schulische Szenario ist auch außerhalb einer Schule zugänglich. Die passende Gruppenzusammensetzung und die räumlichen Voraussetzungen besprechen wir vorab mit Ihnen.

Wir gegen die? für Ihre Gruppe anfragen

Sie möchten Jugendliche und junge Erwachsene für Gruppendruck und Radikalisierungsdynamiken sensibilisieren und demokratisches Handeln stärken? Teilen Sie uns Ihren Wunschzeitraum, den Veranstaltungsort und das gewünschte Format mit.